Petrochemicals

Über 75 Jahre Innovation, Kooperation & Erfolg 

Vom Rettungsring bis zur Gebäudedämmung
Seit über 75 Jahren bietet Styropor® Schutz in unterschiedlichsten Anwendungen - und seit 1998 ergänzt das graphithaltige EPS Neopor® unser Portfolio. Erfahren Sie mehr über die Expertise von den Erfindern des Jahrhundertwerkstoff Styropor®

ELEMENTary – a BASF podcast

Im BASF-Podcast “ELEMENTary” geht es um Chemie, die verbindet – für eine nachhaltige Zukunft. 
Hören Sie die Episode: 70 Jahre Styropor®

1949

Ein glücklicher Zufall

Wie ein Flaschengeist entstieg 1949 ein fester weißer Schaum einer Schuhcremedose. Es war das Material, aus dem Fritz Stastny einen Jahrhundertwerkstoff entwickelte: Styropor®.
1951

Markenregistrierung

BASF registriert Styropor® als Marke und beginnt mit der Produktion
1952

Präsentation auf der Düsseldorfer Kunststoffmesse

Auf der Düsseldorfer Kunststoffmesse werden die neuen Formteile der Öffentlichkeit präsentiert: Die Besucher drängten sich um den Stand der BASF, um ein besonderes Geschenk zu erhalten: „Das leichteste Schiff der Welt" – nur fünf Gramm schwer und dabei 15 Zentimeter lang.
Es folgte der erste Großauftrag: Rettungsringe für die schwedische Firma Carmarin. Die BASF hatte die Firma damit überzeugen können, dass Styropor® rund 10 mal leichter als Kork, günstiger und außerdem auch verrottungsfester als der Naturstoff ist.
1955

Vergabe erste Lizenzen ins Ausland

Styropor® wird international. Die ersten Lizenzen für den Universal-Kunststoff werden ins Ausland verkauft.
1957 - 1958

Durchbruch zur Massenproduktion

Die ersten Produktionsanlagen in Brasilien und Frankreich entstehen.
1959

Die Verpackungsindustrie entdeckt Styropor®

Auch die Verpackungsindustrie profitiert von Styropor®. Seine Dämmfähigkeit wird dazu genutzt, die Kühlkette von verderblichen Lebensmitteln zu erhalten. In Styropor® verpackt, werden auch Elektrogeräte oder empfindliche Musikinstrumente vor Stößen geschützt.
1962

Mona Lisa auf Reisen

Das bekannteste Lächeln der Welt wird 1962 in Styropor® verpackt. Auf Wunsch der First Lady Jacky Kennedy, geht die Mona Lisa auf ihre Reise vom Louvre in Paris bis zum Weißen Haus in Washington D.C. - gut verpackt in dem weißen Klassiker Styropor®.
1963

Schaumgeboren

Der Videoklassiker „Schaumgeboren“ aus dem Jahr 1963 veranschaulicht, wie Produkte aus dem expandierbaren Polystyrol (EPS) den Weltmarkt erobern. Die Styropor®-Umsätze sind im Vergleich zu 1955 um das 23-fache auf ca. 32.000 Jahrestonnen angewachsen.
Zum Video 
1964

Bergung eines Frachters in Kuwait mit Hilfe von Styropor®

Im Hafen von Kuwait gelingt 1964 eine Rettungsaktion besonderer Art: Ein gesunkenes Viehtransportschiff wird mithilfe von Styroporkügelchen, die man in das Schiffsinnere pumpt, gehoben. Einziger Nachteil: Eine Patentanmeldung für diese außergewöhnliche Bergungsmethode löst sich unerwartet in Luft auf, da Walt Disney bereits 1949 die Geschichte einer ähnlichen Schiffsbergung veröffentlicht hatte. Protagonist war der Enterich Donald Duck, der eine gesunkene Yacht mit Ping-Pong-Bällen hob. Patentrechtlich war somit eine Vorbeschreibung erfolgt, die verhinderte, dass die Styropor®-Aktion als Ganzes patentfähig war.
1968

Leichtbeton aus Styropor® kommt auf den Markt.

Die Kombination aus der Isolierfähigkeit von Styropor® und der Festigkeit von Beton fand vor allem als frostsicherer Unterbau von Straßen und Gleisanlagen sowie als wirtschaftliches Bauelement im Industrie- und Wohnungsbau Verwendung.
1972

1.000.000 Tonnen

Die BASF verkaufte ihre millionste Tonne Styropor. Ein entscheidender Schub für die Produktion von Styropor® ging dabei von der Ölkrise aus. Sie führte zu vermehrten Anstrengungen bei der Wärmedämmung mit dem Ziel, Energie zu sparen. So fand Styropor® wegen seiner hervorragenden Isolierfähigkeit schnell verschiedenste Anwendung beim Häuserbau. Auch heute ist die Dämmung von Gebäuden das wichtigste Anwendungsgebiet von Styropor®.
1997

Neopor® wird zum Patent angemeldet

Neopor® – die graphithaltige Weiterentwicklung des Styropors® (EPS) wird zum Patent angemeldet. Dämmeigenschaften weiter verbessern und so zum Umweltschutz beitragen. Dämmplatten aus Neopor® können bis zu 20 % dünner sein und dabei eine bessere Dämmleistung erzielen, als herkömmliches EPS.
1998

5.000.000 Tonnen

Die fünf-millionste Tonne Styropor® verlässt das Ludwigshafener Werk.
2001

BASF Innovation Awards für Neopor® und das 3-Liter-Haus

Das Brunckviertel in Ludwigshafen wird energetisch saniert: Neopor® in der Dämmung liefert den größten Beitrag.
2011

Neopor® Plus

Neopor® Plus erreicht die beste Wärmeleitfähigkeit für EPS-Dämmstoffe in Deutschland.
2014

Umstellung des kompletten EPS-Produktportfolios auf polymeres Flammschutzmittel

Als eine der ersten stattet BASF ihr gesamtes Produktportfolio der Styrolschaumstoffe/-granulate zur Wärmedämmung in Europa mit einem neuen Flammschutzmittel aus.
2017

Der Biomassenbilanz-Ansatz

Erstmals wird Styropor® aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt. Es ist die Geburtsstunde von biomassenbilanziertem Styropor® in Lebensmittelverpackungen.
2019

Styropor® Ccycled™

Aus dem ChemCycling-Projekt werden erste Prototypen von Styropor® Ccycled™ auf der K Messe vorgestellt. Anwendungen wie Pharma- oder Fischboxen sind in ihren Eigenschaften nicht von konventionell gefertigten Styropor®-Produkten zu unterscheiden.
2020

Transportboxen

Wegen seiner hervorragenden Isoliereigenschaften wird EPS weltweit beim Transport von Impfstoffen gegen COVID-19 eingesetzt.

#Future

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Die BASF verfolgt verschiedene Lösungsansätze, um Styropor® umweltschonender herzustellen und wiederzuverwerten, z. B. indem es zu neuen Rohstoffen verarbeitet wird. Der Rezyklatanteil steigt kontinuierlich.